Depression und selbstverletzendes Verhalten sind psychische Probleme, die häufig in der Jugendzeit beginnen und in den letzten 20-30 Jahren zunahmen. Gleichzeitig lässt sich auch ein Anstieg des Leistungsdrucks in der Schule beobachten. Die vorliegende Studie untersuchte anhand von ca. 4.700 Jugendlichen in England, inwiefern der Leistungsdruck in der Schule bei 15-Jährigen mit depressiven Symptomen und selbstverletzendem Verhalten bis zu acht Jahre später in Verbindung stand. Zentrale Ergebnisse:
- Mädchen und Burschen ordneten sich im Durchschnitt mit einer 6 auf einer Skala von 0-9 hinsichtlich des Leistungsdruck ein.
- Je höher der Leistungsdruck, desto stärker die depressiven Symptome (kontrolliert für weitere Einflüsse). Dieser Zusammenhang sank über die Jahre hinweg etwas ab, blieb aber auch ca. 8 Jahre später noch bedeutsam.
- Je höher der Leistungsdruck, desto häufiger selbstverletzendes Verhalten (kontrolliert für weitere Einflüsse). Dieser Zusammenhang war stabil über die Jahre hinweg, jedoch schwächer als jener für die depressiven Symptome.