Masern
Masern sind eine hochansteckende virale Infektionskrankheit, die über die Luft beim Husten oder Niesen übertragen wird. Besteht kein Impfschutz, erkrankt so gut wie jeder, der mit einem Masernerkrankten zusammentrifft (oder auch nur NACH ihm oder ihr sich in einem Raum wie z.B. einem Wartezimmer aufgehalten hat). Es handelt sich NICHT um eine harmlose Kinderkrankheit mit Hautauschschlag sondern Masern können zu schweren Encephalitiden (Hirnentzündungen, 1-2 von 1000 Erkrankten!) mit Folgeschäden führen.
Eine Spätfolge einer Masernerkrankung kann die sogenannte SSPE (subakute sklerosierende Panenzephalitis) sein. Sie kann bis zu mehreren Jahren nach einer Infektion auftreten und führt unweigerlich zum Tode des Patienten/ der Patientin. Besonders hoch ist die Gefahr dieser Spätfolge, wenn sich Kinder vor dem ersten Lebensjahr mit Masern infiziert haben, also in einem Alter, in dem eine Impfung noch nicht möglich ist. Es ist also von allerhöchster Wichtigkeit einen ausreichenden Impfschutz in der Bevölkerung aufzubauen, um die Kleinsten zu schützen.
WHO entzieht Österreich Status als masernfreies Land
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Österreich den Status als masernfreies Land aberkannt. Neben Österreich sind auch Großbritannien, Spanien, Aserbaidschan, Armenien und Usbekistan betroffen. Grund für diesen Schritt ist die deutlich gestiegene Zahl an Masernfällen in Österreich: Im Jahr 2024 wurden 542 Infektionen gemeldet, im Jahr 2025 waren es 152 Fälle.
Die niedrigen Durchimpfungsraten von deutlich unter 95% in der österreichischen Bevölkerung unter 30 Jahren tragen wesentlich zur weiteren Ausbreitung der hochansteckenden Erkrankung bei. Um Masernausbrüche effektiv zu verhindern, empfiehlt die WHO eine Impfquote von mindestens 95 Prozent – dieses Ziel wird in Österreich jedoch nicht erreicht.
Masern können zu schweren Komplikationen führen. Daher ist gerade für Schulkinder und deren Umfeld die rechtzeitige Impfung besonders wichtig. Gegen Masern steht ein wirksamer, gut verträglicher Impfstoff in Kombination mit einem Schutz gegen Mumps und Röteln zur Verfügung. Dieser Impfstoff ist für alle in Österreich lebenden Personen in allen öffentlichen Impfstellen kostenfrei erhältlich.
Weitere Informationen:
Großbritannien nicht mehr als masernfrei eingestuft: Aktuelle Berichterstattung auf orf.at
WHO entzieht vier europäischen Ländern Status “masernfrei”: Aktuelle Berichterstattung auf derStandard.at
Information zu Masern der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES)
Information zu Masern des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (BMASGPK)
Masernvirus und Masernimpfung
Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (BMASGPK)
Das Gesundheitsministerium hat kurz und prägnant alle wichtigen Fakten zu Masern zusammengefasst.
⇒ Standardverfahrensanleitung zu Masernausbruchsmanagement für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gesundheitsbehörden. Schulärztinnen und Schulärzte spielen eine besondere Rolle bei der Erkennung von Infektionskrankheiten, denn sie haben die Informationen über den Impfstatus der Schülerinnen und Schüler.
⇒ Infoblatt für die Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln (MMR-Impfung)
Aktuelle Fallzahlen zu Masern
Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH (AGES)
Auf der Webseite der AGES findet man die aktuellen Fallzahlen zu Masern in Österreich und auch sonstige Infos aus den Bundesländern.
Magistratsabteilung 15
Infoblätter zu Masern-Mumps-Röteln
Der Gesundheitsdienst Wien bietet folgende Materialien, Formulare etc. zu Masern-Mumps-Röteln-Impfung:
Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln (MMR)
Gesundheitsportal Österreich
Im Gesundheitsportal Österreich findet man zahlreiche Infos zur oben genannten Impfung.