Hygiene

Hygiene ist die Lehre von der Verhütung von Krankheiten und der Erhaltung, Förderung und Festigung der Gesundheit. Sie hat zum Ziel, die Leistungsfähigkeit und das Wohlbefinden des einzelnen und der Gesellschaft zu erhalten oder zu verbessern.

Um Ihr Ziel zu erreichen, beschäftigt sich die Hygiene vor allem mit krankmachenden Einwirkungen auf den Organismus und versucht diese durch verschiedene Maßnahmen (Aufklärung, Reinigung, Desinfektion, Sterilisation, Grenzwerte) auszuschalten. Hygiene-Vorschriften sind ein wichtiger Eckpfeil.


AGES Podcast: Was Sie über Legionellen wissen müssen

Praktische Maßnahmen, die wirklich helfen

Fast 80 Prozent aller Legionellen-Infektionen entstehen nicht im Hotel oder Schwimmbad, sondern zuhause unter der eigenen Dusche. Mikrobiologe Florian Heger von der AGES erklärt, wie die Bakterien ins Wasser gelangen, wer besonders gefährdet ist und mit welchen zwei einfachen Maßnahmen sich das persönliche Risiko deutlich senken lässt.

⇒ Podcast


Trinkwasserhygiene

nach den Ferien

Sichere Trinkwasserqualität ist eine zentrale Voraussetzung für gesundes Lernen und Arbeiten in der Schule. Schulärztinnen und Schulärzte spielen dabei eine wichtige Rolle: Sie sind maßgeblich daran beteiligt, Hygienerisiken frühzeitig zu erkennen und Präventionsmaßnahmen anzuregen. Ein besonders kritischer Zeitpunkt sind die ersten Tage nach Ferien oder längeren Unterrichtspausen – hier entscheidet ein gezieltes Spülmanagement wesentlich über die Qualität des Trinkwassers in der Schule.

Ein bewährtes Verfahren ist

• alle Wasserentnahmestellen in Klassen, Garderoben, Waschräumen, Schulküchen, Duschen und Trinkbrunnen sollen so lange gespült werden,

           ⇒ bis keine Verfärbungen mehr sichtbar sind und 
           ⇒ die Wassertemperatur für etwa eine Minute konstant kühl bleibt.

Damit ist sichergestellt, dass abgestandenes Wasser entfernt und frisches Leitungswasser verfügbar ist.

• Wasserzapfstellen außerhalb des Gebäudes (Garten, Sportplätze) dürfen dabei nicht vergessen werden.

Im nationalen Kontrollplan 2025 wurden österreichweit 202 Proben aus 74 Bildungsgebäuden nach den Ferien untersucht. 
Ziel war die Überprüfung der mikrobiologischen Qualität des Leitungswassers nach längerer Stagnation, inklusive des Parameters Pseudomonas aeruginosa.

  • In 73 % der Gebäude zeigten alle Proben einen einwandfreien oder akzeptablen Befund.
  • In 27 % der Gebäude war zumindest eine Probe nicht einwandfrei bzw. nicht akzeptabel.
    (Nachweis von intestinalen Enterokokken, coliformen Bakterien, Pseudomonas aeruginosa oder deutlich erhöhte Keimzahlen bei 22 °C bzw. 37 °C).
  • Insgesamt lag die Beanstandungsquote bei 0,5 %.

Auffällig ist, dass bei etwa der Hälfte der beprobten Gebäude die Empfehlungen des Erlasses BMUKK‑40.000/0042‑III/11/KSD/2011 nicht bekannt waren. Gerade in jenen Gebäuden mit auffälligen Befunden wurden Spülmaßnahmen teilweise gar nicht oder nur unzureichend durchgeführt.

Bedeutung für die schulärztliche Praxis

Für Schulärztinnen und Schulärzte ergibt sich daraus ein klarer Auftrag im Sinne des vorbeugenden Risikomanagements:

  • Sensibilisierung der Schulleitung und der Haustechnik dafür, dass Trinkwasserleitungen nach Ferienzeiten konsequent gespült werden müssen.
  • Anregung zur Dokumentation der durchgeführten Spülungen und gegebenenfalls Rücksprache mit den zuständigen Behörden bei wiederkehrenden Auffälligkeiten.

Eine regelmäßige Spülung vor Schulbeginn ist eine einfache, kostengünstige und wirksame Maßnahme, um die Trinkwasserhygiene in Schulen zu sichern und das Risiko mikrobiologischer Belastungen für Schülerinnen, Schüler und Personal zu minimieren.

Quellen

Erlass BMUKK‑40.000/0042‑III/11/KSD/2011 Ferienzeit - Trinkwasserleitungen in Schulgebäuden

Ergebnisse Schwerpunktaktion A-752-25 Mikrobiologie in Trinkwasser von Bildungseinrichtungen nach den Ferien – Monitoring, Information des BMASGPK an BMB

Mehrjähriger nationaler Kontrollplan (MNKP)


Hygienetipps

Bundesinstitut für öffentliche Gesundheit, Deutschland

Keime wie Bakterien, Viren oder Pilze finden sich überall in der Umwelt. Viele besiedeln auch unseren Körper – die meisten sind für uns harmlos. Manche können jedoch auch krank machen. Krankheitserreger können von Mensch zu Mensch, über die Hände oder gemeinsam benutzte Gegenstände weiterverbreitet werden. Einfache Hygienemaßnahmen tragen im Alltag dazu bei, sich und andere vor ansteckenden Infektionskrankheiten zu schützen. 

Unter Hygienetipps findet man zahlreiche Informationen.


Rote Box gegen Periodenarmut

Periodenarmut ist auch in Wien ein Thema. Nicht alle, die Periodenprodukte brauchen, können sich diese auch leisten. Mädchen und Frauen, für die Periodenprodukte eine finanzielle Belastung sind, erhalten ab sofort Unterstützung: Kundinnen der Wiener Sozialmärkte, Besucherinnen der Jugendzentren und Klientinnen der Frauengesundheitszentren FEM und FEM Süd sowie der Beratungsstelle First Love der ÖGF erhalten ein Gutscheinheft für eine kostenlose „Rote Box“ pro Monat. Die kostenlose „Rote Box“ enthält wahlweise Tampons oder Binden.

"Rote Box“ kaufen und helfen!


Scabies (Krätze)

Bundesministerium für Arbeit, Gesundheit, Soziales, Pflege und Konsumentenschutz

Bei Scabies oder auch „Krätze“ handelt es sich um eine Hautkrankheit, die durch die Krätzmilbe verursacht wird. Übertragen wird Scabies vor allem durch enge Hautkontakte. Eine rasche Ausbreitung erfolgt daher vor allem dort, wo Menschen zusammenleben (z.B. in Gemeinschaftseinrichtungen, in der Familie). 

Da die Krätze bereits vor ersten Hautreaktionen und daher unbemerkt übertragen werden kann, sind vorbeugende Maßnahmen in der Regel nicht möglich. Personen, die an Krätze erkrankt oder dieser verdächtig sind, sollten sich nicht in Gemeinschaftseinrichtungen aufhalten, bis nach ärztlichem Urteil eine Weiterverbreitung der Krätze durch sie nicht mehr zu befürchten ist. 

Nähere Informationen zu Scabies (Krätze) auf der Webseite des Bundesministeriums für Arbeit, Gesundheit, Soziales, Pflege und Konsumentenschutz.  


Kopfläuse

Nahezu jede Familie mit Kindern ist irgendwann von Kopfläusen betroffen. Gerade im Kindergarten und in der Volksschule treten die kleinen Plage­geister mittlerweile zu jeder Jahreszeit auf. Eine wirkliche „Hochsaison“ für Läuse gibt es längst nicht mehr. Obwohl Kopfläuse komplett unge­fährlich sind, sind sie doch sehr lästig und unangenehm.

Informationen rund um das Thema Kopfläuse der Gesellschaft für Schulärztinnen und Schulärzte Österreichs (GSÖ)

Das Bundesministerium für Arbeit, Gesundheit, Soziales, Pflege und Konsumentenschutz stellt weitere Fachinformationen zur Verfügung: Kopflausbefall (Pediculosis capitis)

Schulärztlichen Dienst im Bundesministerium für Bildung (BMB)
Um es Betreuungseinrichtungen bei Kopflausbefall einfacher zu machen und den Eltern schnell Informationsmaterial zu Verfügung zu stellen, wurde seitens des BMB ein Kopflaus Merkblatt erstellt. Dieses Dokument kann ausgedruckt und in betroffenen Gruppen den Erziehungsberechtigten ausgehändigt werden.


Piercing und Tattoos

Rat auf Draht

Piercing und Tattoo - was ist ab welchem Alter erlaubt? Auf der Webseite von Rat auf Draht kannst du nachlesen, worauf du achten solltest und wie du deine Eltern vielleicht überzeugen kannst. 


Tattoos und Gesundheit

Gesundheitsportal Österreich

Ein Tattoo ist eine permanente Tätowierung. Dabei wird Farbe dauerhaft in tiefere Hautschichten eingebracht. Ein Tattoo kann zwar über die Jahre durch u.a. Sonne und Hautalterung etwas verblassen. Tatsächlich bleiben sie ein Leben lang in der Haut sichtbar. Das Gesundheitsportal Österreich informiert über Tattoos und Gesundheit.


Tätowierung

Konsumentenschutzportal des BMASGPK

Tätowieren ist sehr modern. Für viele ist ein Tatoo ein besonderer Körperschmuck. Trotzdem sollte man gut überlegen, bevor man sich für eine Tätowierung entscheidet. Man muss bedenken, dass das Tattoo zwar entfernt werden kann, dies aber nicht immer vollständig gelingt und auch Narben hinterlassen kann. Das Konsumentenschutzportal des BMASGPK hilft weiter bei Fragen zur Tätowierung.


Piercing

Konsumentenschutzportal des BMASGPK

Das Konsumentenschutzportal des BMASGPK hilft weiter bei Fragen zu Piercing.


Tattoo und Piercing: Das musst Du beachten!

Jugendservice Oberösterreich

Ab wann darfst du ein Tattoo oder Piercing haben? Wie findest du ein gutes Tattoostudio und worauf sollst du achten, wenn du tätowieren oder piercen gehst? Auf der Seite des Jugendservice Oberösterreich bekommst du alle notwendigen Infos.


Tattoo und Piercing

WienXtra - Infos von A-Z

WienXtra - Fachbereich Jugend bietet auf deren Webseite rechtliche und gesundheitliche Infos, Motivwahl und vieles mehr zum Thema. Es gibt auch eine Broschüre zum Bestellen oder Herunterladen.


Tattoo und Piercing

Gesetzliche Grundlagen

Die aktuelle gesamte Rechtsvorschrift für Ausübungsregeln für das Piercen und Tätowieren im RIS des Bundeskanzleramts


Österreichische Gesellschaft für Hygiene, Mikrobiologie und Präventivmedizin

Thema Hygiene

Die Österreichische Gesellschaft für Hygiene, Mikrobiologie und Präventivmedizin beschäftigt sich mit einer Vielfalt an Themen im Fachbereich Hygiene!